CDU

Klimawandel: und was passiert in Kerken?

18. 09.19

Ja, das Klima befindet sich im Wandel. Es wird w├Ąrmer, immer mehr Naturkatastrophen sind zu beobachten. Fast alle Wissenschaftler der Welt sehen diese ├änderung in der Geschwindigkeit von Menschen gemacht. Welche Folgen das f├╝r unsere Kinder und Enkel hat ist kaum abzusehen.

Alle Menschen sind dazu aufgerufen, auch Kerkener. Doch in der Praxis wird zun├Ąchst der Staat gerufen, bei uns die Gemeinde Kerken. Die kann aber das individuelle Verhalten nicht ├Ąndern, sie ist auch nicht Gesetz gebend. Doch die Gemeinde Kerken sind wir alle.

Die Institution Gemeinde hei├čt B├╝rgermeister, Gemeinderat und Verwaltung. Die CDU Kerken ist wesentlicher Bestandteil des Gemeinderates und steht daher in der Verantwortung. Was ist zu tun? Und was kann Kerken tun? Was hat Kerken bisher schon getan?

Auch in der Vergangenheit wurden Ziele aus dem Bereich Klimawandel praktisch realisiert. Da war sich der Rat stets einig. Hier einige Beispiele:

  • Die Stra├čenbeleuchtung wurde weitgehend von Gl├╝hlampen auf LED-Beleuchtung umgestellt. Das hat mehrere Jahre gedauert, senkt den Verbrauch an Energie aber erheblich. Und hat viel Geld gekostet.
  • Unsere Sporthallen wurden energetisch saniert.
  • Auch andere Geb├Ąude der Gemeinde sind entsprechend ber├╝cksichtigt worden.
  • Auf einigen Geb├Ąuden sind Fotovoltaik-Anlagen installiert worden, auch auf Initiative der CDU. Kerken nutzt besonders bei Schulen den Sonnenstrom, und speist ins Netz ein.
  • Im zuletzt erschlossenen Neubaugebiet Aldekerk S├╝d wurde auf Initiative der CDU eine Nahw├Ąrmeversorgung installiert. Sie sorgt daf├╝r, dass W├Ąrme in g├╝nstiger Form gewonnen und verteilt wird.
  • Die Windenergie weitet sich aus. Es sind einige Anlagen genehmigt, Kerken hat die Voraussetzungen im Rahmen der Planung geschaffen. Die CDU hat beantragt, dass sich die Gemeinde auch wirtschaftlich daran beteiligt. Die Pr├╝fung dazu l├Ąuft zur Zeit.
  • Ein E-Auto steht der Verwaltung und den B├╝rgern zur Nutzung zur Verf├╝gung.
  • Die Vorg├Ąrten im Bereich Oststra├če d├╝rfen nicht versiegelt werden.

Aber es ist noch viel zu tun. Doch wie geht die CDU damit um? Einer der Grunds├Ątze der CDU lautet: ÔÇ×Erst informieren, dann informiert handelnÔÇť. Also nicht beschlie├čen und dann dar├╝ber nachdenken.

Als verantwortliche Fraktion f├╝r wesentliche Entscheidungen m├╝ssen wir gleichzeitig beachten, was realisierbar ist, ohne zu bremsen. Daher hat die CDU beantragt, einen Klimabeauftragten/-manager einzustellen. Das ist auf dem Weg (einstimmig im Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss, Ratsbeschluss erfolgt am 25.9.2019). Dann m├╝ssen Daten und Fakten gesammelt werden. Ja, Daten und Fakten aus NRW, Deutschland und der Welt sind vielf├Ąltig zu bekommen. Kerken kann aber nur Fakten in Kerken ├Ąndern. Unser Credo: ÔÇ×Erst informieren, dann informiert handelnÔÇť.

Das ist ├╝brigens sehr vielf├Ąltig. Wird ein neues Wohnbaugebiet erschlossen, zerst├Ârt das zun├Ąchst Kultur- oder Naturlandschaft. Und es verdichtet Boden, l├Ąsst darunter nichts mehr wachsen. Aber die Menschen wollen auch wohnen. Wie bekommt man das in m├Âglichst ├Âkologischer Weise zusammen? An einer Stelle in Nieukerk unterst├╝tzt die CDU den Plan zur Errichtung von Mehrfamilienh├Ąusern statt Einfamilienh├Ąusern; und schafft damit gleichzeitig mehr Wohnraum. Ein anderes Beispiel ist die Landwirtschaft. Es sollen auf Antrag unserer Sch├╝lerorganisation mehr B├Ąume gepflanzt werden. Dar├╝ber sind sich alle Ratsmitglieder einig. Doch wie bewirtschaften die Landwirte ihre daneben liegenden Felder? Die CDU f├╝hlt sich auch als Anwalt der Landwirte. Sie w├╝nscht, dass die Interessen der Landwirte bei allen Baumpflanzaktionen ber├╝cksichtigt werden.

In vielen Gespr├Ąchen hat die Kerkener CDU den Kreis, unsere Landtags- und Bundestagsabgeordnete zum Handeln ermahnt. Das ist angekommen. In einer immer komplexeren Welt dauert das alles. Und es sind immer mehrere Interessen zu ber├╝cksichtigen. Beispiel Hambacher Forst: Bewahrung der Natur, Arbeitspl├Ątze, Eigentumsrechte, Energiegewinnung. Au├čerdem haben die verschiedenen Parteien in einer Koalition unterschiedliche Interessen.

Was wurde nun in der 37. KW 2019 beschlossen?

  • Umfangreicher BVK-Antrag: Daraus wird die Verwaltung beauftragt, Kontakt zu Plattform-Klima aufzunehmen, die formulierten Angebote wahrzunehmen und im Rat zu berichten. BVK-Antrag wird bis dahin zur├╝ckgestellt. Im Ergebnis: informieren, dann informiert handeln.
  • Umfangreicher CDU-Antrag: Erstellung eines Aufgabenprofils f├╝r einen Klimaschutzbeauftragten, Berechnung der Personalkosten, Bericht im Rahmen der Haushaltsberatungen. Im Ergebnis: informieren, dann informiert handeln; und erst Fachkompetenz beschaffen, dann qualifiziert handeln.
    Interkommunale Zusammenarbeit pr├╝fen. Im Ergebnis: Kosten senken und Fachkompetenz gemeinsam nutzen.
  • B├╝rgeranregung die Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes zu unterst├╝tzen. Problematisch sind die in der Resolution genannten 4 konkreten Anforderungen. Die Verwaltung hat ausf├╝hrliche allgemeine Daten und Fakten gesammelt. Daraus wurde zun├Ąchst der Klimanotstand anerkannt. Dann wurde konkret beschlossen:
    • Bei Ausweisung neuer Baugebiete energetische Standards festzulegen, wie z.B. klimafreundliche Energieversorgung.
    • kommunalen Fuhrpark sukzessive auf klimafreundliche Modell umzustellen
    • gemeindeeigene Objekte auf Energieeinsparm├Âglichkeiten hin zu ├╝berpr├╝fen
    • interkommunale Zusammenarbeit auszuweiten
    • regelm├Ą├čig ├╝ber kommunale Ma├čnahmen berichten

Hier wird es schon konkret. ├ťbrigens hat sich die CDU enthalten. Das liegt daran, dass endg├╝ltig im Rat (25.9.) entschieden wird. Das soll vorher in der Fraktion besprochen werden.